Ge­dan­ken zur 2. Le­sung vom 23. Sonn­tag im Jah­res­kreis (08.09.2019)

(Weish 9, 13–19; Phlm 9b-17; Lk 14, 25–33)

Lie­be, die ver­än­dert

Je­den Sonn­tag fei­ern wir in der Eu­cha­ris­tie die gött­li­che Lie­be, die sich in Je­sus ganz mensch­lich und gött­lich zu­gleich ge­zeigt hat und na­tür­lich christ­li­ches Mit­ein­an­der prä­gen will. Was nützt es, von der Lie­be zu re­den, wenn sie sich im All­tag nicht wie­der­fin­det?
Pau­lus schafft zwar in der 2. Le­sung die Skla­ve­rei nicht ab, aber in­dem er ei­nen ent­lau­fe­nen Skla­ven zum Bru­der macht und zu sei­nem christ­li­chen Herrn Phi­lé­mon zu­rück­schickt, ver­än­dert er selbst­ver­ständ­li­che, ge­sell­schaft­li­che Ver­hält­nis­se. In ei­ner christ­li­chen Ge­mein­schaft sind al­le von Gott her Schwes­tern und Brü­der. Ras­sis­mus wel­cher Form auch im­mer und ein dog­ma­tisch sa­kral be­grün­de­tes Oben und Un­ten soll­te es da nicht mehr ge­ben.
Wer die Lie­be wirk­lich ernst nimmt, muss be­reit sein, sie auch den All­tag des Le­bens und (kirch­li­che) Struk­tu­ren än­dern und wan­deln zu las­sen.

(P. Tho­mas Röhr OCT)

Gott hat uns in sei­nem Sohn ge­zeigt,
wie Lie­be die Welt ver­wan­delt.

(Karl Leh­mann)