Ge­dan­ken zur 2. Le­sung vom 3. Sonn­tag der Fas­ten­zeit (15.03.2020)

(Ex 17, 3–7; Röm 5, 1–2.5–8; Joh 4, 5–42)

Un­ver­dient ge­schenkt

Für Mar­tin Lu­ther war die Lek­tü­re des Rö­mer­brie­fes und die Bot­schaft des hl. Pau­lus, dass wir aus Glau­ben ge­recht ge­macht sind, ei­ne be­frei­en­de Er­lö­sung von al­ler fehl­ge­lei­te­ten und angst­ma­chen­den Leis­tungs­fröm­mig­keit. Man muss, kann und darf sich Got­tes Lie­be nicht ver­die­nen, weil ein­fach je­de Lie­be, wenn sie denn die­sen Na­men ver­dient, ei­ne un­ver­dient ge­schenk­te ist.
Die­se Bot­schaft bleibt auch im 21. Jahr­hun­dert ak­tu­ell, weil das Vi­rus des Leis­tungs­den­kens und des Recht­fer­ti­gungs­dru­ckes nach wie vor wirk­sam ist. Wer aber Gott sei­ne dank­ba­re Lie­be zei­gen will, soll­te ihm un­ein­ge­schränkt ver­trau­en und be­din­gungs­los auf Sei­ne Lie­be set­zen. Denn wer sich Sei­ne Lie­be ver­die­nen will, glaubt ihr nicht und macht aus dem lie­ben­den Gott ei­nen Han­dels­part­ner.

(P. Tho­mas Röhr OCT)

Dan­ke

Wä­re das Wort “Dan­ke“
das ein­zi­ge Ge­bet,
das du je sprichst,
so wür­de es ge­nü­gen!

Meis­ter Eck­hart