Zum 5. Sonn­tag im Jah­res­kreis (9.2.2020)

Jes 58,7–10; 1 Kor 2,1–5; Mt 5,13–16

Ihr seid das Salz der Er­de.”

Der evan­ge­li­sche Pfar­rer und Au­tor Wer­ner Ti­ki Küs­ten­ma­cher er­zählt von ei­nem gro­ßen Salz­berg, der an­läss­lich des Kir­chen­tags­mot­tos: “Ihr seid das Salz der Er­de.” in Stutt­gart 1999 in ei­ner Fuß­gän­ger­zo­ne auf­ge­türmt war. Auf ihn wirk­te die­ser An­blick be­fremd­lich: Salz in solch ei­ner rie­si­gen Men­ge und für sich al­lein ist wir­kungs­los.  Zu­dem ist es be­zeich­nend für das Bild, das au­ßen­ste­hen­de Be­ob­ach­ter oft von Kir­che ha­ben: Sie steht in sich, wirkt aber wie aus ei­ner an­de­ren Welt.

Bild­wor­te ha­ben ih­re ei­ge­ne Spra­che und be­dür­fen im Grun­de kei­ner Er­läu­te­run­gen. Was ge­braucht wird, sind über­all klei­ne Salz­streu­er, nicht ein ge­sam­mel­ter Bat­zen Salz. Je­der ein­zel­ne, der sich von der Bot­schaft Je­su be­rüh­ren lässt, ist schon Salz, und je­der wird auf sei­ne Wei­se und an sei­nem Ort mit­ten ins Le­ben hin­ein­wir­ken.

(An­drea Teu­ber)