Ge­dan­ken zur 1. Le­sung vom 3. Sonn­tag der Os­ter­zeit (05.05.2019)

(Apg 5, 27ff; Offb 5, 11–14; Joh 21, 1–19)

Ge­hor­sam, der frei macht

Man muss Gott mehr ge­hor­chen als den Men­schen“ (Apg 5, 29), so ant­wor­ten Pe­trus und die Apos­tel in der 1. Le­sung dem Ho­he­pries­ter beim Ver­hör. Über sol­che Sät­ze freu­en sich be­stimmt nicht je­ne Au­to­ri­tä­ten, auch kirch­li­che nicht, de­nen ei­ne be­stimm­te Art des Ge­hor­sams als die wich­tigs­te Tu­gend vor­schwebt, weil man mit ihr am bes­ten un­de­mo­kra­tisch herr­schen kann.

Der le­ben­di­ge und in­ni­ge Glau­be, der in der Lie­be Got­tes ver­wur­zelt ist, schenkt die Kraft der Frei­heit, in der man nicht der Angst, nicht der Ein­schüch­te­rung und nicht der Ma­ni­pu­la­ti­on jeg­li­cher Art hilf­los aus­ge­lie­fert ist.

Um die­se gott­ge­schenk­te Frei­heit lasst uns um Got­tes und um un­se­ret­wil­len von Her­zen bit­ten und den Gott der Be­frei­ung fei­ern.

(P. Tho­mas Röhr OCT)

Die Frei­heit des Men­schen

liegt nicht dar­in,

dass er tun kann,

was er will,

son­dern dass er

nicht tun muss,

was er nicht will.


(Jean-Jac­ques Rous­se­au)