Os­ter­ker­ze 2020

Lie­be Ge­mein­de,
hier un­se­re Ge­dan­ken zur Os­ter­ker­ze.

Osterkerze Vorderseite
Kir­che St. The­re­sia Os­ter­ker­ze Vor­der­sei­te 2020 © P. Tho­mas Röhr OCD

Das Kreuz ist aus Holz, ein to­ter Baum oh­ne Wur­zeln, Rin­de und Äs­te. Kein Gärt­ner kann es mehr zum Wach­sen brin­gen. Das Kreuz ist dop­pelt tot, ein Ge­rät ein­zig da­zu er­fun­den, Men­schen zu er­mor­den. Ei­ne sol­che Lei­che re­ani­miert kein Arzt.

Und doch glau­ben wir, dass Gott mehr kann. Der To­te lebt und das Kreuz schlägt aus. Das ist kei­ne neue Idee, seit dem frü­hen 5. Jahr­hun­dert kennt die christ­li­che Kunst das Kreuz als Baum des Le­bens. In der Klos­ter­kir­che von Bad Do­beran treibt ein rie­si­ges Tri­um­ph­kreuz gro­ße grün­gol­de­ne Blät­ter und sil­ber­ne Trau­ben.

Osterkerze Rückseite
Kir­che St. The­re­sia Os­ter­ker­ze Rück­sei­te 2020 © P. Tho­mas Röhr OCD

Wir ha­ben dem Kreuz Wur­zeln ge­ge­ben, die in die Tie­fe rei­chen, jun­ge Zwei­ge und hun­der­te Blät­ter. Wer nicht nur von vorn schaut, sieht, dass jun­ge Bäu­me aus der Kraft die­ser Wur­zeln sprie­ßen. Zu­erst mer­ken es die Klei­nen. Sie kom­men und fin­den Un­ter­schlupf und Nah­rung, ein Heim oder ein­fach nur ei­nen Aus­gangs­punkt für den Start in den neu­en Tag. Und viel­leicht fin­den sie neue Hoff­nung für ih­ren Le­bens­weg.

Eu­re

Mer­le und Daria